Manufaktur Jörg Geiger: unsere 30 Jahre mit Schlat
Ein Foto von 2008, ein Aktiv Markt in Göppingen Ende der Neunziger und fünfzehn Jahre belegte Listung: Wie lange die Manufaktur Jörg Geiger bei uns schon im Regal steht — und was 1997 in Schlat begann.

Ein Vormittag im September 2008, unsere Filiale in Lingen. Regalwände voller Flaschen, ein Kronleuchter über der Theke. Zwischen den Schaumweinen standen damals die Champagner Bratbirne und der PriSecco — die Manufaktur Jörg Geiger gehörte da längst zum Sortiment. Nichts Besonderes an dem Tag. Aus heutiger Sicht der früheste Moment, den wir noch mit einem Bild belegen können.
Was 1997 in Schlat begann
Jörg Geiger ist gelernter Koch. 1993 übernahm er von seinen Eltern den Gasthof Lamm in Schlat, einem Ort am Fuß der Schwäbischen Alb im Kreis Göppingen — ein Gasthaus mit über 300 Jahren Tradition. Zum Hof gehörten Obstwiesen und eine kleine Brennerei, die sein Vater betrieb.
1997 wagte er etwas, das damals niemand erwartete: Er füllte einige hundert Flaschen Schaumwein ab, nach klassischer Methode, aus dem Saft der Champagner-Bratbirne. Die Bäume dafür hatte er von seinen Großeltern geerbt. Serviert wurde der Schaumwein zunächst im eigenen Gasthaus.
Die alkoholfreie Linie, für die die Manufaktur heute bekannt ist, kam später. Als Unternehmen wurde die Manufaktur Jörg Geiger 2003 gegründet. Inzwischen macht sie drei Viertel ihres Umsatzes alkoholfrei, arbeitet mit über 370 Landwirten zusammen und sammelt 80 Obstsorten aus einem Umkreis von 100 Kilometern.
Wie wir dazugekommen sind
Unsere Verbindung nach Schlat ist älter als unser Unternehmen. Ende der Neunziger führten Stephans Eltern einen Aktiv Markt in Göppingen — zwölf Kilometer von Schlat entfernt. So erinnern wir es: Jörg Geiger kam auf sie zu, weil er neben dem Verkauf im eigenen Restaurant eine Verkaufsstelle suchte, die tagsüber erreichbar war. Ein Gasthaus hat abends geöffnet; ein Lebensmittelmarkt hat, was ein junger Produzent damals brauchte.
Belege dafür haben wir keine mehr — es ist eine Erinnerung, keine Chronik. Was sich aber zeitlich einordnen lässt: Vor 2003 gab es die Manufaktur mit eigenem Verkaufsraum noch nicht. Wer in jenen Jahren Geiger-Produkte im Regal hatte, gehörte zu den ersten überhaupt.

Was seitdem im Regal stand
Unser Unternehmen gibt es seit 2002, den Onlineshop unter ginusslande.com seit etwa 2005. 2008 und 2009 führten wir zusätzlich eine Filiale in Lingen — daher das Foto oben.
Ab 2011 lässt sich die Listung öffentlich nachvollziehen. Im Internet Archive ist ginusslande.com über die Jahre mehrfach gesichert worden:
- Juli 2011 — Schlater Mirabelle Destillat, unser ältester archivierter Geiger-Artikel. Bezeichnenderweise ein Brand, kein PriSecco: Die Destillate stammen aus der Brennerei-Tradition des Vaters und standen am Anfang.
- April 2012 — der erste archivierte PriSecco.
- Juli 2012 — eine eigene PriSecco-Übersichtsseite in unserem Shop.
- 2013 bis 2016 — durchgehend: Apfelsinfonie, Rosenzauber, Frühlingsduft, Winterbirnentraum, die Cuvée-Nummern 7 bis 20, dazu Süßweine und Brände.
Fünfzehn Jahre lückenlos dokumentiert, davor das Ladenfoto von 2008.
Vom Regal auf die Messe
2018 und 2019 war die Manufaktur Jörg Geiger Aussteller auf dem deli Festival in Bad Kissingen — einer B2B-Messe für Feinkost-Fachhandel und Gastronomie, die Kerstin gegründet und organisiert hat. Aus dem Produzenten, den man im Regal führte, war ein Aussteller geworden, der anderen Händlern sein Sortiment vorstellte.
Was wir heute führen
72 Artikel der Manufaktur, verteilt über alle Linien. Der PriSecco ist mit 31 Sorten die größte Gruppe — von den Klassikern Weißduftig und Rotfruchtig über die nummerierten Cuvées bis zur Bio-Linie. Wer die Manufaktur kennenlernen will, nimmt das Probierpaket „Die Klassiker".
Der Champagner Bratbirne Schaumwein ist bis heute im Sortiment — dasselbe Produkt, mit dem 1997 alles anfing. Dazu kommen die entalkoholisierten ViSecco-Weine, der Schwäbische Cider und die fortifizierten Süßweine aus Apfel, Birne, Kirsche und Zwetschge.
Aus einigen hundert Flaschen im eigenen Gasthaus ist eine Manufaktur geworden, die drei Viertel ihres Umsatzes alkoholfrei macht. Wir haben den Weg vom Regal aus begleitet.
Wenn Sie Fragen zu einzelnen Sorten haben: Wir kennen das Sortiment seit Langem und beraten gern — telefonisch, per Mail oder an unserem Standort in Nordhorn.